Die Probleme bei Boeing-Maschinen reißen nicht ab. Jetzt musste eine Maschine des Typs 787 auf dem Weg von Buenos Aires nach Paris auf Teneriffa zwischenlanden. Grund für den unplanmäßigen Stopp von Flug AFR471 waren technische Probleme.
Die Maschine der Air France war mit 235 Passagieren an Bord über dem Atlantik unterwegs, als der Pilot von den Instrumenten des modernen Flugzeugs über technische Schwierigkeiten informiert wurde. Nach Rücksprache mit der Flugsicherung wurde die Landebahn des Flughafens Teneriffa-Süd für eine Sicherheitslandung geräumt.
Die Boeing 787 hört auch auf den Namen “Dreamliner”. Genau wie bei anderen Modellen, wie dem Typ 737-Max, häufen sich auch beim Dreamliner die Zwischenfälle. Und so ist die jüngste Sicherheitslandung auf Teneriffa ein weiterer Fall in der aktuell länger werdenden Akte über den US-amerikanischen Flugzeugbauer.
Sicherheitslandung vs. Notlandung auf Teneriffa
Während bei einer Notlandung bereits ein Notfall vorliegt, der einen Weiterflug ohne drohende Katastrophe unmöglich macht, handelt es sich bei einer Sicherheitslandung um ein anderes Manöver. Sie dient dazu, eine bevorstehende Notlage von vornherein zu vermeiden, auch wenn ein Weiterflug technisch möglich wäre.
Dies war bei der Landung auf dem Flughafen Reina Sofia Teneriffa-Süd der Fall. Dennoch räumte der Tower der Boeing umgehend Priorität ein. Um 13.12 Uhr konnte die Air-France-Maschine am Mittwoch sicher auf dem Rollfeld landen.

Eine Air-France-Maschine auf dem Weg von Buenos Aires nach Paris musste auf Teneriffa eine Sicherheitslandung einlegen. Grafik: Flight Aware
Während die Passagiere vom Bodenpersonal betreut wurden, untersuchten Techniker die Maschine. Für das Flugzeug ging es dennoch nicht weiter. Der Dreamliner verblieb am Flughafen und die Passagiere wurden mit Verspätung mit einer Ersatzmaschine an ihr Ziel gebracht.
Landung auf Teneriffa kein Einzelfall – zunehmende Probleme bei Boeing
Der Flugzeugbauer steht seit Jahren in der Kritik. Zudem schreibt das Unternehmen schlechte Zahlen. Nach zwei tödlichen Abstürzen mussten zunächst alle 737-Max am Boden bleiben, bis Softwareupdates eine kritische Sicherheitslücke schlossen.
Beim 787-Dreamliner leitete die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA im Mai neue Ermittlungen ein. Der Vorwurf lautet auf Fälschung von Prüfberichten. Kontrollen der Verbindung zwischen Rumpf und Tragflächen sollen teilweise ausgelassen, jedoch trotzdem als durchgeführt eingetragen worden sein. Boeing betonte, dass es sich nicht um ein dringliches Sicherheitsproblem für die aktuelle Flotte handle. Flugzeuge müssten nicht am Boden bleiben, da die Inspektionen nachgeholt werden könnten.
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