Der Fund zweier Bomben hat in den Cañadas auf Teneriffa einen Experteneinsatz ausgelöst. Ein Wanderer hatte die beiden Sprengkörper am Fuße des Teide entdeckt. Geistesgegenwärtig verständige er die Polizei. Ein Sondereinsatzkommando der Guardia Civil rückte umgehend aus.
Experten sprengen Bomben am Fundort
Mit einem Helikopter wurden die drei Sprengstoffexperten zum Fundort gebracht. Da eine der beiden Bomben bereits so marode wirkte, dass eine Entschärfung zu gefährlich schien, entschieden sich die Experten für eine gezielte Sprengung der Blindgänger vor Ort.
Bei den Geschossen handelte es sich um zwei 105-Millimeter-Artilleriegeschosse. Der darin befindliche Sprengstoff genügt, um mehrere Menschen zu töten. Entsprechend behutsam gingen die Experten bei der Sprengung vor: Zunächst wurde das Gebiet weiträumig durchsucht und abgesperrt, dann erfolgte die gezielte Sprengung.
Weitere Bomben am Teide vermutet
Die beiden Geschosse stammten vermutlich aus dem militärischen Übungsgelände in den Cañadas. Dort wurden früher auch Sprengsätze dieser Art eingesetzt. Die Polizei vermutet, dass Wanderer die Geschosse gefunden und mitgenommen hatten. Der Fakt, dass die Experten sich eine Entschärfung nicht mehr zutrauten, zeigt, wie gefährlich eine solche unreflektierte Handlung sein kann. Die Behörden bitten daher nachdrücklich, Funde dieser Art umgehend zu melden.
Bereits wenige Wochen zuvor hatten Wanderer eine Militär-Granate entdeckt und direkt die Polizei verständigt. Inzwischen wird in dem Militär-Gebiet nahe des Teide zwar nicht mehr scharf geschossen. Die Behörden rechnen aber dennoch mit weiteren Blindgängern aus Tests und Übungen in früheren Zeiten.
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Militär-Blindgänger: Bomben auf Teneriffa gezielt gesprengt
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