Sie gilt als potenzieller Überträger diverser Virus-Erkrankungen und damit als gefährlich. Auf den Kanarischen Inseln sind Larven der Zika-Mücke nachgewiesen worden. In der Folge wurde ein Überwachungsprogramm gestartet. Und das schlug nun Alarm.
Auf Teneriffa hat ein Anwohner gemäß der behördlichen Bitte ein Foto einer verdächtigen Mücke eingereicht. Kurze Zeit später stand fest: Es handelt sich tatsächlich um eine Mücke der Gattung Aedes aegypti.
Das Entomologische Überwachungssystem der Kanarischen Inseln war aktiviert worden, nachdem im März Gelbfiebermückenlarven auf La Palma nachgewiesen wurden. Seither wurden dort keine Larven mehr entdeckt. Auf Fuerteventura gilt die Aedes aegypti bereits seit 2017 als ausgerottet.
Video: So sollen Gelbfiebermücken ausgerottet werden
Am Dienstag dann ging der Hinweis eines Bürgers ein, er habe Exemplare der Mücke in seinem Haus in Santa Cruz de Tenerife entdeckt. Der Mann hatte einige Zeit in Barcelona gelebt und sei von dort mit der Art vertraut, teilte er mit. Er schickte Fotos an das Überwachungssystem, die von Experten ausgewertet wurden.
Nachdem die Mücke vom Labor als Aedes aegypti bestätigt wurde, rückte ein Team aus, um als erste Maßnahme Fallen zu platzieren. Dies sieht das offizielle Protokoll vor. Zudem werden in den kommenden Tagen potenzielle Brutstätten in der Umgebung gesucht.
Bürger sollen helfen, Zika-Mücken auf den Kanaren zu finden
Bürger die glauben eine Gelbfiebermücke entdeckt zu haben, werden gebeten, dies den Behörden zu melden. Dazu wurde die Mail-Adresse vectors.scs@gobiernodecanarias.org eingerichtet. Im besten Fall soll ein Foto des Tieres mitgeschickt werden. Wichtig sei es, den genauen Fundort und eine Telefonnummer anzugeben.
Die Verantwortlichen betonten, dass das reine Vorkommen der Zika-Mücke dennoch nicht bedeute, dass diese auch Viruserkrankungen verbreite. Theoretisch kann die Zika-Mücke Erkrankungen wie das Dengue-Fieber, Zika, Gelbfieber oder Chikungunya übertragen.
Das ist die Zika-Mücke
Die Aedes aegypti ist normalerweise tagsüber aktiv und sticht nachts nur selten. Der Biss erzeugt eine starke Entzündungsreaktion, die von starkem Juckreiz begleitet wird. Sie bewegen sich schnell und meist in Bodennähe. Ein Summen ist kaum zu hören.
Nur die weiblichen Mücken stechen, da sie sich zur Fortpflanzung von Blut ernähren. Die Larven schlüpfen dann im Wasser, bevor sie sich schließlich zu flugfähigen Zikamücken entwickeln.
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Gelbfieber-Gefahr: Zika-Mücke auf Teneriffa entdeckt
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