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Teneriffa plant Ökosteuer für drei beliebte Ausflugs-Ziele


In etwa einem Monat könnte es so weit sein: Eine Ökosteuer für den Teide und zwei weitere Nationalparks auf Teneriffa ist geplant. Im Vordergrund steht der Naturschutz.

Von Johanna Demory – zuletzt aktualisiert: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Kanaren News

Die Schlucht in Masca hat sie bereits: Eine Ökosteuer für Besucher. Knapp dreißig Euro für Nicht-Kanarios, drei Euro für Kanarios (und null Euro für Teneriffas Anwohner) geben nicht nur Zutritt zur Schlucht, sondern regeln auch die Besucherzahlen. Die Regierung plant den gleichen Schritt mit dem Teide und den Naturparks Anaga und Teno, die im deutlich grüneren Norden der Insel liegen.

Bereits am ersten Januar 2025 hat die Regierung eine Ausweitung der Ökosteuer auf neue Gebiete angekündigt, nachdem sie im Juli vergangenen Jahres für die Masca-Schlucht eingeführt wurde. Wie auch in der Schlucht soll die Natur in den Schutzgebieten durch begrenzte Besucherzahlen entlastet werden.

Den Teide dürfen 300 Menschen täglich mit einer Genehmigung besuchen. Diese muss vorher online beantragt werden, ist jedoch kostenlos. Der Plan der Ökosteuer soll den kostenlosen Zugang zum Nationalpark nicht verwehren, sondern besteuert Parkplätze und geführte Gruppentouren. Denn das sei etwas anderes als einfach nur spazieren zu gehen, wie Teneriffas Vizepräsident José Miguel Ruano betont.

Ökosteuer auf Teneriffa für Naturschutz und Dienstleistungen

Die Ökosteuer soll nicht nur umweltschonend wirken und die Besucherzahlen regulieren, sondern auch eine Einnahmequelle für touristische Dienstleistungen sein. Das ist eins der Pro-Argumente der Inselregierung für eine Steuer.

Touristen benötigen Führungen und vor allem Parkmöglichkeiten, um die Nationalparks zu besuchen. Solche sollen zur Verfügung stehen und regelmäßig gewartet werden. Dafür sind die Gelder eingeplant, die mit der Ökosteuer eingenommen werden.

Teneriffa: Vorreiter Masca, Teide & Co. rücken nach

Der Vizepräsident hält auch die Besteuerung weiterer Nationalparks für angebracht: “Der Moment ist günstig. Den Teide und die weiteren Nationalparks Teneriffas wollen wir mit neuen Plänen besser verwalten.”

Im Vordergrund steht der Umweltschutz. In Teneriffas Naturschutzgebieten solle genau das geschehen: Die Natur geschützt und respektiert werden. Das betonen Ruano sowie Präsidentin Rosa Dávila, die sich auch stark für die Besteuerung der Masca-Schlucht im Jahr 2024 einsetzte.

Teneriffa-Regierung wartet auf “Grünes Licht”

Um den Vorschlag für die Ökosteuer umzusetzen, wartet das Kabinett noch auf “Grünes Licht”. Die Entscheidungsgewalt liegt derzeit noch nicht vollständig beim Gobierno de Canarias, also bei der Regierung der Kanarischen Inseln. Das Kabinett wartet noch darauf, dass ihm die Verwaltung von Teneriffas Nationalparks vollständig übertragen wird.

Die Vertreter hoffen, dass sich der Prozess nicht länger als einen Monat hinzieht. Gesprochen wird auch von einem weiteren Kontrollpunkt in Form einer Hochgebirgshütte hoch oben auf dem Teide am Punkt Altavista. Laut Kabinett wurde das Projekt bereits von der Verwaltung genehmigt. Ein genaues Datum für die Einführung der Steuer gibt es unterdessen noch nicht.


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Über den Autor

Teneriffa plant Ökosteuer für drei beliebte Ausflugs-Ziele


Johanna Demory

Johanna Demory ist Mitarbeiterin bei Teneriffa News. Ihre Leidenschaft für die Kanarischen Inseln entdeckt sie unter anderem während ihrer freiwilligen sozialen Arbeit auf Teneriffa. Zum Autorinnenprofil von Johanna Demory.

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