In den kommenden Monaten sind die Bürger auf Lanzarote von einer Entlastung bei den Spritpreisen ausgeschlossen. Das bestätigte die zuständige Ministerin für Finanzen und Beziehungen zur Europäischen Union, Matilde Asián. Die Entscheidung bedeutet, dass die bisherigen Subventionen bei Benzin und Diesel gestrichen wurden.
Die Festlegung der Spritpreise auf den Kanaren orientiert sich an denen der größeren Kanarischen Inseln Teneriffa und Gran Canaria. Sie gelten als Referenz. Daran orientieren sich schließlich die Subventionen. Und Lanzarote lag zuletzt zu nah an den großen Inseln.
Fuerteventura erhält hingegen fünf Cent Rabatt pro Liter, während La Gomera mit 20 Cent und El Hierro sogar mit 30 Cent pro Liter subventioniert werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Anstieg der Kraftstoffpreise, der die gesamte Region betrifft, abzufedern. Und das ist noch nicht alles.
Subventionen für Benzin und Diesel auf den Kanaren
Auch La Palma profitiert aktuell von einer Sonderregelung. Dort werden 20 Cent pro Liter Kraftstoff subventioniert. Damit sollen die wirtschaftlichen Folgen des Vulkanausbruchs abgefedert werden. Allerdings soll die Regelung für La Palma im Mai kritisch geprüft werden.
Auf Lanzarote sorgen die Ungleichbehandlungen nun für Diskussionen. Bürger fühlen sich dort gegenüber der Nachbarinseln benachteiligt. Die Zuschüsse, die den verschiedenen Kanarischen Inseln gewährt werden, werden vierteljährlich angepasst und basieren auf den durchschnittlichen Preisen in Relation zu Gran Canaria und Teneriffa.
Während zwischen Januar und Mitte März der Durchschnittspreis für Benzin und Diesel auf Gran Canaria und Teneriffa bei 1,21 Euro lag, wiesen die anderen Inseln wesentlich höhere Preise auf. Lanzarote lag dabei nah an den Referenz-Inseln.
Die durchschnittlichen Spritpreise für Benzin und Diesel auf den anderen Kanaren-Inseln lagen auf Fuerteventura bei 1,27 Euro und auf La Gomera bei 1,45 Euro, während auf El Hierro sogar 1,56 Euro pro Liter fällig wurden.
So subventionieren die Kanaren Sprit
Die Höhe der Subventionen hängt direkt von der Differenz der Spritpreise zwischen den kleinen Kanaren-Inseln und den Hauptinseln ab. Bei einer Preisabweichung von 30 Cent oder mehr können die Zuschüsse bis zu 30 Cent pro Liter betragen. Die Staffelung sieht außerdem Zuschüsse von 25 Cent, 20 Cent, 15 Cent, zehn Cent und fünf Cent vor, die sich gemäß der Differenz der Preise verringern.
Liegen die Preisunterschiede hingegen bei weniger als fünf Cent, erhält die jeweilige Kanaren-Insel ein Quartal lang keine Subventionen für Kraftstoff. Für die Einwohner Lanzarotes bleibt damit die Chance bestehen, dass im kommenden Quartal wieder Subventionen gewährt werden.
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Spritpreise auf Lanzarote steigen – so profitieren andere Kanaren-Inseln
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