Die Kanarischen Inseln werden von einer besonders starken Calima getroffen. Die Sicht sinkt aufgrund des Sandsturms auf unter 1500 Meter.
Die Kanarischen Inseln werden in den kommenden Stunden von einer besonders schweren Calima getroffen. Aus der östlich gelegenen Sahara werden große Mengen Sand durch den Wind auf den Atlantik hinausgetragen. Die Staubbelastung soll um mehr als das zehnfache des Maximalwerts überschritten werden.
Bereits am Samstag sind Fuerteventura und Lanzarote von einer dichten Calima getroffen worden. Im Laufe der Nacht soll das Wetterphänomen nach Westen ziehen und zunächst Gran Canaria, dann Teneriffa und danach die westlichen Kanaren-Inseln in dichten Staub hüllen.
Calima hüllt Fuerteventura komplett in Staub, Flughafen Gran Canaria gesperrt
In der Sahara waren so große Mengen Sandes aufgewirbelt und in die Atmosphäre gesaugt worden, dass der Himmel über Fuerteventura bereits seit Samstagmittag in dunkeloranges Licht gehüllt ist. Der Wind trägt den feinen Staub seither immer weiter westwärts.
Angesichts der enormen Staubdichte ging die maximale Sichtweite auf weniger als 1500 Meter zurück. Die Regierung der Kanarischen Inseln gab eine Warnung für den gesamten Archipel aus.
Auf Gran Canaria musste der Flugbetrieb bereits am Samstag zwischenzeitlich ausgesetzt werden, wie der Betreiber Aena mitteilte. Demnach wurden rund 20 Flüge wegen schlechter Sichtverhältnisse auf umliegende Flughäfen umgeleitet. Die Insel-Regierung von Lanzarote gab zudem ab Samstagnacht und bis auf Weiteres eine Sturm-Warnung aus.
Sandsturm sorgt für Gesundheitswarnung auf den Kanaren
Das Gesundheitsministerium der Kanarischen Inseln hat Anwohner und Besucher gebeten, aufgrund der starken Staubbelastung Aufenthalte im Freien auf ein Minimum zu reduzieren sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Staubbelastung könne die Atemwege austrocknen und bei Allergikern zu starken Reaktionen führen. Zudem sollen insbesondere ältere Menschen sowie Kranke und Schwangere möglichst viel trinken und körperliche Anstrengungen vermeiden.
Die Calima-Wetterlage geht insbesondere in höheren Lagen mit Sturm-Böen von bis zu 90 Kilometern pro Stunde einher, womit stellenweise ein echter Sandsturm zu erwarten sei. Ersten Berechnungen des spanischen Wetteramts Aemet zufolge soll die Calima bis mindestens Montag andauern.
Sandsturm aus Afrika – Dichte Calima zieht über die Kanaren
Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Kanaren News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von Johannes Bornewasser.
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