Im ersten Quartal sind in den Gewässern der Kanarischen Inseln bereits 14 Personen durch Ertrinken ums Leben gekommen. Damit gab es keine Verbesserung, denn die Zahl entspricht dem Niveau des Vorjahres.
Die Hälfte aller auf diese tragische Weise Verstorbener war mehr als 60 Jahre alt. Zudem waren elf der 14 Ertrunkenen männlich. Die nach der Menge aller Küstenkilometer der Kanaren benannten Vereinigung “Canarias 1.500 km de Costa” veröffentlichte die Statistik der jüngsten Vorfälle.
Demnach führt Teneriffa mit fünf Todesfällen die Liste an. Es folgen Gran Canaria, wo vier Personen ertranken, La Palma und La Gomera mit jeweils zwei Todesfällen und Lanzarote mit einem Ertrunkenen.
Kanaren: Ertrinken aus Selbstüberschätzung
Die Analyse der Vereinigung zeigt, dass die Mehrheit der Todesfälle auf Badegäste zurückgeht. Elf Personen kamen dabei ums Leben. Ein weiterer Todesfall betraf einen Fischer, während zu zwei Fällen keine detaillierten Informationen vorliegen.
Als wiederkehrende Ursache für Ertrinkungsfälle bei Badegästen der Kanarischen Inseln gelten Leichtsinn und Selbstüberschätzung. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass viele Badegäste die Gefahren des Wassers unterschätzten oder bewusst ignorierten.
Insbesondere bei unvorhergesehenen Strömungen oder rauen Bedingungen komme es regelmäßig zu tragischen Unfällen. Auch die eigene Sicherheit werde oft vernachlässigt.
Aufklärung und Prävention gegen Ertrinken auf den Kanaren
Mit Aufklärungsmaßnahmen an Stränden und schon in den Hotels des Archipels werde versucht, das Bewusstsein für potenzielle Gefahren zu schärfen. Es wird unter anderem darum gebeten, die jeweiligen Bedingungen zu prüfen und auf Warnzeichen zu achten. Zudem sei es unerlässlich, an Ständen mit Warnbeflaggung die Gelbe und Rote Fahne ernst zu nehmen.
Die Behörden auf den Kanaren planen für das laufende Jahr weitere Kampagnen zur Prävention. Insbesondere in beliebten Baderegionen der Inseln solle verstärkt informiert werden.
Kommentare zu:
Oft aus Leichtsinn: Kanaren melden schon 14 Ertrunkene
Die Kommentar-Funktion steht exklusiv unseren Abonnentinnen und Abonnenten zur Verfügung. Hier finden Sie unsere Angebote. Wenn Sie bereits einen Account haben, können Sie sich hier einloggen.