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Neuer Affenpocken-Fall auf Teneriffa – Gay Pride auf Gran Canaria der Herd?


Der zweite Affenpocken-Fall auf den Kanarischen Inseln ist bestätigt worden. Auch in drei anderen Ländern wurden Fälle bekannt. Die Spur führt jeweils nach Gran Canaria.

Von Johannes Bornewasser – zuletzt aktualisiert: – Lesedauer: 3 Minuten – 0 Leserkommentare bei Kanaren News

Zwei bestätigte und drei Verdachtsfälle sind die neue Bilanz des Gesundheitsministeriums zum Thema Affenpocken. Das Instituto de Salud Carlos III wiederum meldet spanienweit 51 Fälle von nicht-menschlichen Pocken. 20 davon wurden bereits als Affenpocken identifiziert.

Die spanische Gesundheitsministerin Carolina Darias sagte, dass “immer mehr negative Tests registriert werden”. Sie hoffe, “dass dies der Trend ist”. Darüber hinaus würden “die kommunalen Gesundheitsdienste sehr gut Arbeit” leisten, sagte die Ministerin weiter.

Dennoch wurde zuletzt auf den Kanarischen Inseln der zweite Affenpocken-Fall bestätigt. Die Probe war am Freitag nach Madrid geschickt und dort ausgewertet worden.

Es handelte sich bei der Probe um die zweite positive von den Kanarischen Inseln. Beide Personen seien männlich und ihr Krankheitsverlauf sei günstig. Die Symptome blieben mild, hieß es.

Affenpocken: Zwei bestätigte Fälle auf Teneriffa und mehrere Verdachtsfälle auf den Kanaren

Die drei neuen Verdachtsfälle stammen von jungen Männern auf Gran Canaria, bestätigte das kanarische Gesundheitsamt. Sie waren am Wochenende in das Nationale Zentrum für Mikrobiologie geschickt worden.

Einer davon wurde bereits als wahrscheinlicher Affenpocken-Fall eingestuft, da der Patient die klinischen und epidemiologischen Kriterien erfülle. Die anderen beiden Fälle gelten ebenfalls als verdächtig. Auch sie weisen einige passende Kriterien auf. In Summe gelten auf den Kanaren damit aktuell vier Patienten als möglicherweise mit Affenpocken infiziert und drei weitere als konkrete Verdachtsfälle.

Landesweit wird von 88 Verdachtsfällen gesprochen. Davon wurden 51 positiv auf das Orthopoxvirus getestet. Am Montag waren es noch 36 gewesen. Durch Sequenzierung konnten bereits 20 konkret als Affenpocken bestätigt werden. Die übrigen 31 Proben müssen den Prozess noch durchlaufen. Erst danach steht fest, ob es sich tatsächlich um das Affenpocken-Virus handelt.

Maspalomas Gay Pride auf Gran Canaria als Affenpocken-Herd?

Ein Affenpocken-Herd wurde inzwischen auf die Maspalomas Gay Pride zurückgeführt. Das Fest wird von der LGTBIQ+-Community ausgerichtet. Es richtet sich also prinzipiell an alle nicht heterosexuellen Personen.

Das Festival hatte am 5. Mai auf Gran Canaria stattgefunden. Es wird jedes Jahr von vielen tausend Menschen aus verschiedenen Ländern besucht. In der Folge waren mehrere Affenpocken-Verdachtsfälle gemeldet worden.

Im Internet war daraufhin die Mär verbreitet worden, dass das Affenpocken-Virus vornehmlich homosexuelle Menschen befalle. Die Experten widersprechen dem vehement und warnen davor, dass weitere Ausbrüche nach dem auf den Sommer verschobenen Karneval auf den Kanaren wahrscheinlich seien.

Nach Angaben des Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, Tobias Tenenbaum, wird das Affenpocken-Virus durch “engen Körperkontakt, also über Körperflüssigkeiten oder Krusten weitergegeben und nicht durch Tröpfcheninfektion wie Niesen, Husten oder Sprechen”.

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Über den Autor

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Kanaren News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von Johannes Bornewasser.

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