Den Kanarischen Inseln steht eine Calima-Woche bevor. Das berichten die staatlichen Meteorologen auf dem Archipel. Demnach werde die Atmosphäre von feinem Sand belastet sein. Der Feinstaub geht mit teils kräftigem Wind einher.
Während sich Spaniens Festland auf eine Hochtemperatur-Phase vorbereitet, erwarten die Kanarischen Inseln große Staub-Mengen aus der wenige Hundert Kilometer östlich gelegenen Sahara. Grund dafür ist ein gewaltiger Antizyklon. Ein sekundärer Kern über der Sahara treibt Winde aus dem Süden und Osten in Richtung der Kanaren.
Das sorgt auf den Inseln für Sturm-Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. Erreicht werden diese vorwiegend in den mittleren und nördlichen Lagen. Das sind die Aussichten für die Kanaren.
Calima bringt hohe Staubbelastung auf die Kanaren
Die Meteorologen rechnen damit, dass einige der Beeinträchtigungen sogar bis über das Wochenende hinaus halten sollen. Staubiger Wind soll die Luftqualität in der Zwischenzeit beeinträchtigen – in einen Regionen sogar stark.
Laut Vorhersage solle die Staub-Konzentrationen in der Atmosphäre in weiten Teilen des Archipels 250 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft bei Partikeln, die kleiner als 10 Mikrometer sind, überschreiten. Die Spitzenwerte liegen demnach bei mehr als 400 Mikrogramm pro Kubikmeter.
Calima bleibt länger über den Kanaren
“Zwischenzeitlich wird die Luftqualität insbesondere für Risikogruppen gefährlich sein – speziell am Donnerstag”, teilten die Wetterexperten mit. “Es ist nicht ausgeschlossen”, hieß es weiter, “dass die Calima noch bis in die nächste Woche anhalten könnte.”
Die Regierung der Kanarischen Inseln gab eine Calima-Vorwarnung aus. Demnach seien “gesundheitliche Probleme für Menschen mit chronischen oder Atemwegs-Erkrankungen nicht ausgeschlossen”. Zudem bittet das Gesundheitsministerium der Kanaren darum, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Dazu gehöre unter anderem die Vermeidung längerer Aufenthalte an der Luft. Auch sollten die Fenster geschlossen und körperliche Anstrengung im Freien vermieden werden.
Kanaren: Ungewöhnliche Waldbrand-Warnung für den Januar
Die begleitenden Sturmböen sollen am Mittwoch mit 90 km/h ihren Höhepunkt auf El Hierro erreichen. Auf den übrigen Inseln werden 70 km/h erwartet. Diese halten örtlich bis mindestens Freitag, wobei die Calima samt Sturm sukzessive in Richtung der westlichen Inseln abziehen soll.
Ungewöhnlich für den Januar ist ein Waldbrand-Alarm für die Kanarischen Inseln. Da die Calima für besonders trockene Luft sorgt und starke Winde mögliche Flammen anfachen können, gab die Kanaren-Regierung pro forma eine Waldbrand-Warnung aus. Sie gilt für die westlichen Inseln und Gran Canaria. Die Calima sorgt für örtliche Luftfeuchtigkeitswerte von weniger als 30 Prozent.
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Kanaren: Calima bringt ungewöhnliche Waldbrand-Warnung
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