Candelaria Delgado leitet die Initiative zur Schaffung eines neuen Beratergremiums für soziale Gleichheit und Nichtdiskriminierung. Dieses Gremium wird aus Vertretern der Zivilgesellschaft sowie der Kanaren-Regierung bestehen. In ihrer Eröffnungsrede bekräftigte die Ministerin die Rolle der Kanaren als Vorreiter im Schutz der Rechte von Trans- und intersexuellen Personen.
Die Ministerin hob hervor, dass die Kanaren mit der einstimmigen Genehmigung des ersten Transgesetzes einen bedeutenden Schritt in Richtung Gleichstellung gemacht hätten. Das Gesetz wurde von allen im Parlament vertretenen politischen Kräften unterstützt, was die gesellschaftliche Akzeptanz und den politischen Willen indirekt bestätigt. “Die Kanaren sind immer ein Referenzpunkt in diesem Bereich gewesen”, sagte Delgado.
Die Ministerin unterstrich die Bedeutung des neuen Beratungsgremiums, das die Regierung dabei unterstützen soll, weitere Maßnahmen zu entwickeln, die Trans- und intersexuelle Personen in ihrem Alltag benötigen. Und das künftig “mit der Unterstützung dieses Gremiums”, sagte die Delgado weiter. Es sei notwendig, die Rechte dieser Gemeinschaft konsequent weiter zu stärken.
Kanaren: Beratergremium für soziale Gleichheit
Das neue Beratergremium für soziale Gleichheit wird von Delgado als Präsidentin geleitet. Neben der Ministerin nehmen der Generaldirektor für Vielfalt, David Celso Mendoza, sowie zwei Vertreter der Begleitdiensteinheiten teil. Bei der Zusammensetzung des Gremiums liegt ein klarer Fokus auf der Vertretung von Organisationen, die sich für die Rechte von Trans- und intersexuellen Personen einsetzen.
Zu den Vertretungen gehören unter anderem die Vereinigung Colectivo Gamá und die Asociación Lánzate, zusammen mit weiteren Organisationen wie Chrysallis Canarias und GLAI. Das Gremium wird zudem durch Mitarbeiter des kanarischen Gesundheitsdienstes ergänzt. Dies solle gewährleisten, dass die Belange und Bedürfnisse der betroffenen Gruppen kompetent vertreten würden.
Die Funktion des Gremiums wird nicht nur die Beratung der öffentlichen Verwaltung umfassen, sondern auch eine Bewertung der bisherigen Gesetzesmaßnahmen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Anpassung der Beratungsleistungen an die realen Bedürfnisse der Trans- und intersexuellen Personen im Einklang mit den Vorgaben des Gesetzes 2/2021 über soziale Gleichheit.
Gleichstellung auf den Kanaren: Ziele und Aufgaben
Eine der zentralen Aufgaben des Gremiums wird darin liegen, jährliche Berichte über die Wirkung und den Fortschritt des Transgesetzes zu erstellen. Die Berichte sollen sowohl über den Grad der Einhaltung als auch über die sozialen Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen Auskunft geben. Dadurch werde eine kontinuierliche Verbesserung der Unterstützung für die betroffenen Gruppen ermöglicht, hieß es.
Das Gremium bietet die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge zu formulieren und Handlungsempfehlungen auszusprechen. In Gesprächen mit Vertretern der Regierung sollen realistische und effektive Lösungen entwickelt werden, um die Lebenssituation aller Betroffener auf den Kanaren nachhaltig zu verbessern. Die Ministerin wies darauf hin, dass dies ein bedeutender Schritt für die soziale Gerechtigkeit sei.
Insgesamt soll die Arbeit die öffentliche Diskussion über Geschlechtsidentität und Gleichstellung fördern. Durch den Austausch mit verschiedenen Organisationen solle sichergestellt werden, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen und die aktuellen Bedürfnisse abgedeckt sind. Damit werde der Fortschritt bei Förderung von Diversität und Inklusion auf den Kanaren sichergestellt.
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Gleichstellung und Transrechte: So wollen die Kanaren Vorreiter werden
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