Vier weitere Boote wurden am Sonntag gezählt. Damit kamen allein am Wochenende 20 Flüchtlingsboote auf den Kanarischen Inseln an. 1280 Migranten überlebten damit die gefährlichste Flucht-Route der Welt innerhalb von nur drei Tagen.
Die letzten Schiffe kamen auf Fuerteventura, El Hierro und Lanzarote an und brachten zusammen 144 Hilfesuchenede auf die zu Europa gehörenden Kanarischen Inseln. Wie das Notfall- und Sicherheitskoordinationszentrum (Cecoes) der Kanarischen Inseln berichtete, nahm ein Rettungsschiff zunächst 39 Insassen eines Bootes in den Gewässern nahe Fuerteventura an Bord.
Wenig später hätten Mitarbeitende der staatlichen Behörde in der Nähe von El Hierro ein weiteres Boot mit 13 Migranten abgefangen und die Menschen gerettet. In der Nacht kamen dann zwei weitere Boote mit zusammen 92 Menschen bei Arrecife auf Lanzarote an.
Flüchtlinge: Kanaren benötigen Hilfe aus Madrid
Schon zuvor waren 16 Cayucos, wie die hochseeuntauglichen Boote genannt werden, auf den Kanarischen Inseln angekommen. Sie hatten bereits 1136 Migranten nach Europa gebracht.
Die Kanarischen Inseln bitten die spanische Zentralregierung seit Jahren um mehr Hilfe. Bisher habe man sich in Madrid oft nicht ernstgenommen gefühlt. In der vergangenen Woche habe es erstmals fruchtbare Gespräche gegeben.
Migration: Kanaren fordern mehr Solidarität in Spanien
Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, war nach Madrid gereist, um konkrete Hilfe anzufordern. Obwohl sich Clavijo nach dem Treffen zufrieden zeigte, ist die Verlängerung des im September auslaufenden 50-Millionen-Euro-Pakets der spanischen Regierung bisher nicht beschlossen.
Die Kanaren brauchen die Gelder nach eigenen Angaben, um die ankommenden Flüchtlinge bewältigen zu können. Auch fordern sie Hilfe und Solidarität der anderen Autonomen Gemeinschaften bei der Verteilung der aus Afrika ankommenden Migranten.
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