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Wie die Kanaren-Migration die Wirtschaft auf El Hierro schwächt


Der wichtigste Hafen auf El Hierro leidet unter der Migration. Der Betrieb wird derzeit immer wieder gestört. Das ruft die Kanaren-Politik auf den Plan.

Von Juan Martín – zuletzt aktualisiert: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Kanaren News

Der Präsident der Kanarischen Inseln hat am Mittwoch auf El Hierro ein Zeichen gesetzt: Fernando Clavijo zeigte Solidarität. Die Migration stört den Hafen von La Restinga. Clavijo berief ein Treffen ein, um Lösungen zu diskutieren.

Gemeinsam mit Vertretern staatlicher Institutionen, der Wirtschaft und dem sozialen Sektor von La Restinga wurden Lösungen zur Wiederherstellung des Hafenbetriebs diskutiert. Das primäre Ziel der Zusammenkunft: Den Herreño-Hafen zu revitalisieren und die Auswirkungen des Migrationsmanagements auf die lokale Wirtschaft zu minimieren.

An dem Treffen nahmen mehrere Schlüsselakteure teil, darunter Angehörige des Ministeriums, des Roten Kreuzes, der Seenotrettung und der Hafenbehörde. Darüber hinaus waren Vertreter der Insel-Regierung sowie Wirtschaftsvertreter von El Hierro anwesend. Und das sind ihre Forderungen:

El Hierros Wirtschaft sieht sich von Migration gestört

Während des Treffens wurden Forderungen der Gemeinde, der Fischer und der Tourismusbranche laut, die eine zügige Wiederbelebung der Infrastruktur des Hafens und die Verlagerung des Migrationsmanagements und der Migranten-Boote fordern.

Besorgniserregend sei die teilweise Stilllegung des Molenplatzes, der Rückgang der Angel- und Tauchmöglichkeiten sowie die Auswirkungen durch die Zerstörung von Migrantenbooten im Ort.

Die Themen wurden als dringlich eingestuft und ein umfassender Plan für das Migrationsmanagement gefordert. Dieser solle sowohl humanitäre Bedürfnisse als auch das harmonische Zusammenleben mit traditionellen Wirtschaftsaktivitäten berücksichtigen, hieß es. Damit unterstrich El Hierro seine Haltung: Im Rahmen der steigenden Migrationszahlen zeigte die Insel immer wieder Solidarität mit den ankommenden Migranten und Flüchtlingen.

Kanaren-Migration auf El Hierro besonders sichtbar

Der Minister für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Nahrungssouveränität auf den Kanarischen Inseln, Narvay Quintero, bezeichnete das Treffen als überaus positiv und notwendig. Er unterstrich die konstruktive Haltung aller Beteiligten und deren gemeinsames Bestreben, Lösungen zu erarbeiten, anstatt sich den Problemen hinzugeben.

Der Vertreter der Fischereigenossenschaft, David Pavón, sagte, die Branche sei besorgt ob er Schwierigkeiten, mit denen die Fischerei konfrontiert sei. Die derzeitigen Bedingungen im Hafen schränkten den Sektor stark ein. Es sei von größter Dringlichkeit, wieder sichere und geeignete Arbeitsräume zu schaffen.

Pavón kritisierte die lange Schließung des örtlichen Fischladens. Diese war aufgrund der Auswirkungen durch die Zerstörung von Migranten-Booten verhängt worden. Pavón erneuerte den Aufruf nach umfassenderen Lösungen, die nicht nur auf die Symptome, sondern auch auf die Ursachen der Migration eingehen. Ziel sollte eine menschlichere und nachhaltigere Verwaltung der Migrationsströme in der Region sein.

Kanaren wollen Auswirkungen der Migration konstruktiv lösen

Im Rahmen des Treffens kamen auch Vertreter des Tauchzentrums von La Restinga sowie Angehörige der Anwohner-Vereinigung zu Wort. Die unterschiedlichen Perspektiven zeigten die Komplexität der Situation bei gleichzeitigem Willen, konstruktiv an Lösungen zu arbeiten.

Die Kanaren-Regierung habe verstanden, dass die lokale Wirtschaft im und um den Hafen stagniere und entsprechende Lösungen gefunden werden müssten, hieß es. Man wolle daher in den kommenden Monaten Perspektiven schaffen.


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Über den Autor

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Juan Martín

Juan Martín ist freier Journalist bei Kanaren News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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